Reisepässe und Aufenthaltserlaubnisse direkt am Strand: Bali testet ein neues Format für Behördendienste

Einwanderungsbeamte an einem Tisch im Sand, neben Surflehrern und Kokosnussverkäufern — ein ungewohnter Anblick selbst für Bali. Genau so sah Kuta am vergangenen Wochenende aus, als die Insel zum ersten Mal ein temporäres (Pop-up-)Format für Behörden ausprobierte.
Warum ein „Strandbüro" nötig war
Die Veranstaltung hieß Bazar Pelayanan Publik — die Messe für öffentliche Dienstleistungen. Organisiert wurde sie von der Generalstaatsanwaltschaft Bali gemeinsam mit der Verwaltung des Regierungsbezirks Badung. Während die Schalter der Behörden geöffnet waren, säuberten Freiwillige zugleich die Küste und setzten Schildkrötenbabys ins Meer aus.
Der Leiter der Generalstaatsanwaltschaft Bali, Setiawan Budi Cahyono, erläuterte den Gedanken hinter dem Projekt: Statt die Menschen zu verschiedenen Ämtern fahren zu lassen, kommen die Behörden dorthin, wo Einheimische und Touristen ohnehin sind, und arbeiten von einem einzigen Punkt aus.
Die Zahlen der Einwanderungsbehörde
Die Einwanderungsbehörde Ngurah Rai richtete eine eigene mobile Station ein. Das Ergebnis eines einzigen Arbeitstages: 31 Anträge auf indonesische Reisepässe und zwei weitere auf Aufenthaltstitel. Zugleich berieten die Mitarbeiter die Besucher zu den geltenden Verfahren.
Balis Gouverneur Wayan Koster eröffnete die Veranstaltung persönlich. Er betonte, dass die Benutzerfreundlichkeit der Einwanderungsbehörde das Image Balis als Reiseziel unmittelbar beeinflusst. Sein Argument: Der Strom ausländischer Touristen nähert sich der Marke von 7 Millionen Menschen, was bedeutet, dass die Einwanderungsämter der Insel zu den am stärksten belasteten des Landes gehören.
Wer noch Besucher empfing
Mehrere Dienste hatten auf der Messe eigene Schalter aufgebaut:
die Polizei;
der medizinische Dienst;
BPJS — das nationale Krankenversicherungssystem;
Banken;
Anwälte;
eine separate Stelle zur Zahlung von Verkehrsstrafen.
Das Format soll wiederkommen
Laut den Organisatoren wird es keine einmalige Aktion bleiben: Sie planen, diese Pop-up-Stellen regelmäßig anzubieten und sie schrittweise über die Strände hinaus auf andere Teile der Insel auszuweiten. Die Einwanderungsbehörde hat bereits eine ähnliche Praxis — Servicestellen in Einkaufszentren, wo man ein Visum verlängern kann, ohne ein separates Büro aufzusuchen.
Wenn bei Ihnen auf Bali ein Visumantrag oder eine Verlängerung, ein Aufenthaltstitel oder eine andere Einwanderungsfrage ansteht, kann Ihnen unser Team diese Mühe abnehmen. Kontaktieren Sie uns für eine Beratung.













