Banken in Indonesien werden Kreditkartentransaktionsdaten an die Steuerbehörde melden

Einführung
Indonesien bereitet sich darauf vor, die Aufsicht über Finanztransaktionen zu verschärfen. Das Finanzministerium hat neue Regeln eingeführt, die verlangen, dass Banken und Kreditkartenaussteller Transaktionsdaten mit der nationalen Steuerbehörde teilen.
Die Anforderung wurde durch die Verordnung des Finanzministeriums Nr. 8/2026 festgelegt, die im Februar 2026 in Kraft trat.
Gemäß der neuen Verordnung müssen Finanzinstitute, die Kreditkarten ausgeben, regelmäßig Transaktionsberichte an die indonesische Generaldirektion der Steuern (Direktorat Jenderal Pajak — DJP) übermitteln.
Welche Informationen müssen Banken melden
Laut der Verordnung müssen 27 Banken und Kreditkarten ausgebende Institutionen Transaktionsdaten an die Steuerbehörde übermitteln.
Die Berichte werden sich auf Zahlungen an Händlerstandorten konzentrieren, die mit Kreditkarten getätigt wurden.
Jeder Bericht wird folgende Informationen enthalten:
Händleridentifikationsdaten
Händleradresse
das Jahr, in dem die Transaktionen stattfanden
Gesamttransaktionsvolumen
Beträge bestätigter Zahlungen
Beträge stornierter Transaktionen
Die Daten werden elektronisch über das Meldesystem der Steuerbehörde übermittelt.
Die Banken müssen die ersten Berichte spätestens bis März 2027 einreichen, danach wird die Berichterstattung zu einer regelmäßigen Verpflichtung.
Reaktion des Bankensektors
Die Banken haben signalisiert, dass sie bereit sind, die Vorschrift einzuhalten. Branchenvertreter haben jedoch die Bedeutung von Folgendem betont:
klare technische Implementierungsrichtlinien
strikte Einhaltung der Datenschutzstandards
Die Steuerbehörde hat erklärt, dass die gesammelten Informationen ausschließlich für steuerliche Überwachungszwecke verwendet werden.
Was das für Unternehmen und Expats bedeutet
Das Hauptziel der neuen Vorschrift ist es, die Transparenz von Finanztransaktionen zu erhöhen und die Bemühungen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung zu verstärken.
Gleichzeitig können die Änderungen Unternehmer und ausländische Geschäftsinhaber in Indonesien betreffen.
Für Unternehmen
Die Vorschrift wird es der Steuerbehörde ermöglichen, genauere Daten über den tatsächlichen Geschäftsumsatz zu erhalten, insbesondere in Sektoren, in denen Kartenzahlungen häufig sind.
Dies bedeutet:
Abweichungen zwischen Kartentransaktionsvolumen und deklariertem Einkommen können zusätzliche Steuerprüfungen auslösen
Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Buchhaltung und Steuerberichterstattung ihren tatsächlichen Umsatz genau widerspiegelt
Unternehmen, die stark auf bargeldlose Zahlungen angewiesen sind, könnten einer genaueren Überwachung unterliegen.
Für Expats und ausländische Geschäftsinhaber
Für Expats, die in Indonesien Geschäfte betreiben, könnte die Regelung auch praktische Auswirkungen haben.
Kartenzahlungen, die an kommerziellen Standorten getätigt werden, können jetzt Teil der von den Behörden durchgeführten Steueranalysen werden, insbesondere für Unternehmen, die in folgenden Branchen tätig sind:
Tourismus
Gastgewerbe
Dienstleistungen
Einzelhandel.
Infolgedessen wird eine ordnungsgemäße Steuerstrukturierung und -einhaltung für ausländisch geführte Unternehmen noch wichtiger.
Teil einer größeren Digitalisierungsstrategie
Experten sehen diese Maßnahme als Teil einer umfassenderen Regierungsanstrengung zur Modernisierung des Finanzaufsichtssystems in Indonesien.
Durch die Integration von Finanzdaten mit Steuerverwaltungstools streben die Behörden an, eine transparentere und digital überwachte Wirtschaft zu schaffen.
Für Unternehmen, die in Indonesien tätig sind, ist die zentrale Erkenntnis klar: Genaues Rechnungswesen, ordnungsgemäße Steuerberichterstattung und Einhaltung lokaler Vorschriften werden immer wichtiger, da die Finanzüberwachung zunehmend anspruchsvoller wird.













